Die Manipulation der Menschenmassen im 21. Jahrhundert

von Brigadegeneral a.D. Reinhard Uhle-Wettler

Der Krieg in der Ukraine ist, was die westliche Berichterstattung angeht, ein Musterbeispiel für Manipulation durch die Massenmedien. Der Russische Staatspräsident Wladimir Putin wird in Presse, Rundfunk und Fernsehen weltweit als Kriegsverbrecher dargestellt, der einen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen hat. Die Gründe für sein Verhalten, also das russische Sicherheitsbedürfnis, werden konsequent verschwiegen. Ebenso wird die Tatsache, daß der Ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ausnahmslos gegen russische Interessen verstoßen hat und weiterhin verstößt, indem er den Beitritt zur europäischen Union und zur NATO gefordert hat und sich ständig wiederholt mit unmäßigen Forderungen von Waffenhilfe an den Westen wendet. Damit entsteht die Gefahr eines großen Krieges unter Einsatz von ABC-Waffen, was kein vernünftiger Mensch in Kauf nehmen kann. Es geht um die Herauslösung der Ukraine aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) und die Überführung in die westlichen Bündnissysteme. Dies würde Rußland zu einer bloßen Regionalmacht (Obama) herabstufen und die Umklammerung Rußlands vollenden.

Darüber hat der weise und unabhängige berühmte Journalist Peter Scholl-Latour schon 2006 in seinem Buch: „Rußland im Zangengriff“ über die neue Art der Kriegsführung in dem aufschlußreichen Schlußkapitel unter dem Titel „Ukraine“ wichtiges zu den Hintergründen der Orangen-Revolution in Kiew geschrieben. Dabei spricht er von den subversiven Manipulationen und der robusten Einmischung, >> die heute die US-Politik gegenüber Kiew charakterisiert.<< Es sind die gleichen Methoden, wie beim Sturz des jugoslawischen Machthabers Slobodan Milosevic  und bei der Rosen-Revolution in Georgien. Stets wird die landeseigene Opposition mit Geld und Waffen unterstützt, mit Agenten infiltriert, später helfen u.U. Sabotagetrupps und Kommandos sowie Söldnertruppen bei der Destabilisierung und natürlich eine weltweite Pressekampagne, nicht zu vergessen zwielichtige          NGO´s, die gern auch oppositionelle Studentengruppen beeinflussen.

In einer aufschlußreichen Besprechung des letzten Buches von Peter Scholl-Latour „Der Fluch der bösen Tat“ in der Züricher Zeitung Zeit-Fragen (Nr.6 vom 8.März 2022)  wird aus dem Klappentext folgendes zitiert: >>Ausführlich beleuchtet Scholl- Latour auch den immer unkontrollierbareren Konflikt in der Ostukraine, dessen Ursachen er nicht zuletzt in der Fragwürdigen Politik des Westens gegenüber Rußland seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sieht.<< Wir ergänzen dazu: Die USA haben danach nicht einen einzigen durchschlagenden und überzeugenden Versuch einer dauerhaften Friedensordnung in Europa gemacht. Rußland im Zangengriff nach dem ewig gleichen Muster von herkömmlicher Machtpolitik war ihnen wichtiger.

In der gleichen o.a. Zeitung, Ausgabe Nr. 7 finden wir einen Artikel über eine NATO-Studie unter dem Titel: „Die Opfer des US-Imperiums“ des amerikanischen Journalisten Patrick Lawrence. Darin steht ein Abschnitt: „Cognitive Warfare“, was wir früher Psychologische Kriegsführung nannten. CF ist aber viel umfassender und wissenschaftsbezogener. Sie richtet sich nicht nur gegen den bekämpften Feind, sondern gegen alle Menschen, die politisch beeinflußt werden sollen, also auch die eigene Bevölkerung. >> Das Gehirn wird das Schlachtfeld des des 21. Jahrhunderts sein<<, wird in dem (NATO) Dokument behauptet. >>Der Mensch ist der umkämpfe Bereich. Das Ziel der kognitiven Kriegsführung ist es, jeden Menschen zu einer Waffe zu machen.<<

Weitere Ausführungen über die Schwachstellen des menschlichen Gehirns, die es auszunutzen gilt, insbesondere der emotionale Bereich, werden ausgeführt. Wir erleben ja täglich im Fernsehen, die Darstellung menschlichen Leids ohne Einbettung in die politischen und strategischen Ursachen und Hintergründe. Inzwischen sind wir schon bei der Entlassung unschuldiger Dirigenten, Künstler und der Ausladung von Sportlern angekommen, denn die vielen manipulierten Mitläufer wollen zeigen, wie sehr sie sich gegen den o.a. Kriegsverbrecher wenden. „Schöne Neue Welt!“

Die Schwierigkeit, zu unterscheiden, welche Information richtig oder falsch ist, oder aber angebliche Beweise zu überprüfen, zwingt dazu, selbst zu recherchieren, maßvoll und mit Vorbehalt zu urteilen und ansonsten zumindest allen politischen Informationen mit gesundem Mißtrauen zu begegnen.

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