Lage Ukraine 4./ 5.10.22

Frontabschnitt LUGANSK

Die ukr. Kräfte warten auf Verstärkung. Es wurden nur Aufklärungstätigkeiten beobachtet.

Die russ. Verteidigung etabliert sich jetzt vorwärts SJEWERODONEZK und entlang des Flusses KRASNA.

Nach britischen Berichten sammelt Russland Kräfte an seiner südl. Grenze auf eigenem Gebiet im Raum WALUJKI. Absicht ist möglicherweise ein Stoß von Norden in die ukr. linke Flanke.

Es gibt weitherhin massive russ. Angriffe Luft/Artillerie auf erkannten ukr. Aufmarsch.

Frontabschnitt DONEZK

Die ukr. Kräfte sind hier in der Verteidigung in starken Feldbefestigungen.

Russ. Angriffe finden statt mit dem Ziel, ukr. Artilleriestellungen (gegen DONEZK) zu nehmen und die Stadt zu entlasten.

Kräfte der „Wagner“-Miliz haben einige Ortschaften südl. der umkämpften Stadt BACHMUT genommen.

Russ. Kräfte nahmen PERVOMAISKE vorwärts DONEZK.

 Frontabschnitt SAPORISCHJA

Nach russ. Meldungen wird ein ukr. Angriff in Richtung Schwarzmeerküste vorbereitet. Ziel wäre die Teilung des Gebietes SAPORISCHJA.

Frontabschnitt CHERSON (hier Schwerpunkt)

Die Ukr. setzt  den Angriff entlang des Flusses DNJPR nach Süden fort. Am 4.10. wurde die Ortschaft DUDCHANY genommen.

Der ukr. Hauptangriff wird aus Richtung MYKOLAIV auf CHERSON erwartet.

Daneben könnte ein Angriff auf SNIHURIVKA in die linke russische Flanke erfolgen, um diese zu einem weiteren Ausweichen zu zwingen.

Darüber hinaus wird ein Übergang ukr. Kräfte über den DNJPR zwecks Bildung eines Brückenkopfes am ostwärtigen Ufer erwartet.

Die russischen Kräfte verzögern weiterhin und weichen vor überlegenem Feind aus.  Sie stehen aktuell in der Linie SNIHURIVKA – NOWOKAIJRI zwischen den Flüssen WYSSUN und DNJPR.

Aus russ. Sicht muß verhindert werden, daß die Ukrainer den DNJPR westl. des Dammes bei KOSAZKE gewinnen, da der Fluß dort schmal u. für Übergänge gepanzerter Kräfte geeignet ist. In dem Fall bestünde die Gefahr der Abschneidung CHERSONs.

Insgesamt ist das Gelände für Angriffsoperationen schwerer Fahrzeuge wegen zahlreicher Gewässer und Gräben wenig geeignet, zumal der Boden zunehmend aufgeweicht ist und Bewegungen nur auf befestigten Wegen möglich sind.

Zwischenzeitlich berichten russische Medien, daß bereits 200.000 Mann Reserven mobilisiert wurden und sich in der Ausbildung/Ausrüstung befinden.

Zu den angegebenen Orten siehe Google Maps oder Karte in diesem Video:

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