Lage Ukraine 18./19.10.22 – Festung Cherson?

Am gestrigen Tag setzten die Russen ihre Luftschläge gegen kritische Infrastruktur in der Ukraine fort. Ziele waren insbesondere die Städte Kiew und Shytomir. Getroffen wurden wiederum Anlagen der Energieversorgung (Kraftwerke, Umspannwerke) und Kommunikation (Telefon/Internet). Nach ukrainischen Angaben wurde bereits 30% der Energieversorgung des Landes lahmgelegt.

Die Front zeigt sich weiterhin stabil. Größere Operationen von Bodentruppen fanden beiderseits nicht statt.

Rußland rechnet nach wie vor mit einer ukrainischen Großoffensive gegen Cherson. Das russischen Verteidigungsministeriums gab bekannt, daß die Stadt Cherson zur Festung ausgebaut werden solle. In der Stadt und Region sollten 150.000 Mann disloziert werden, das entspräche 1 Armee mit wenigstens 9 Divisionen und tausenden gepanzerten Fahrzeugen. Die lokalen Behörden haben die Bewohner Chersons bereits aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Gleichzeitig garantierte die russische Regierung den Flüchtlingen Wohnungen und Land an Orten ihrer Wahl .

Nach Meinung von Beobachtern drängt die NATO die Ukraine, noch vor Wintereinbruch Cherson zu nehmen. Gleichzeitig existieren unbestätigte Meldungen von Meutereien in der ukrainischen Armee angesichts eines befürchteten „Himmelfahrtskommandos“ gegen das dann von den Russen stark befestige Cherson.

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