Ein Wegbereiter der DDR 2.0

Kaum jemand kennt seinen Namen, doch ist er einer der wichtigsten Wegbereiter der DDR 2.0 in Deutschland: Thomas Krüger, seit 25 Jahren Präsident der „Bundeszentrale für Politische Bildung“. Systematisch hat der SPD-Linke daran mitgearbeitet, dass der totalitäre Demokratiebegriff des Mauermörderstaates in die BRD Einzug hielt: „Demokrat“ ist nur der, der Sozialist ist. Alle anderen sind Nazis und Staatsfeinde, die es zu beseitigen gilt.

Zwar geht der eifrige Verteidiger des DDR-Unrechtsstaates jetzt in Ruhestand, doch seine Drachensaat ist aufgegangen. Lesen Sie im Folgenden hierzu einen Beitrag von JF-Online (1.9.2025).

Wenn Thomas Krüger die DDR als „vielfältig“ preist

Seit einem Vierteljahrhundert baut Thomas Krüger die Bundeszentrale ideologisch um. Jetzt lobt der Sozialist, der einst die DDR behalten wollte, die „Vielfalt“ des Unrechtsstaats. Damit entlarvt er die gleichnamige neue deutsche Staatsdoktrin, als das, was sie tatsächlich ist.

Vor 25 Jahren erhielt ein linker Sozialdemokrat die Macht, über die politische Bildung in Deutschland zu entscheiden. Und Thomas Krüger nutzte als Präsident dieser dafür zuständigen Bundeszentrale seinen Einfluß intensiv. Immer wieder lobte der 66jährige auch die sogenannten Errungenschaften der DDR. Vor 15 Jahren war es die Rolle der Frau in dem Unrechtsstaat, die vorbildlich für das vereinte Deutschland sei, in Wirklichkeit aber auf Ausnutzung ihrer Arbeitskraft in staatlichen Fabriken hinauslief. Auch die bedingungslose Abtreibungspolitik in der DDR war aus seiner Sicht positiv, meinte er.

Die militanten Kommunistinnen Clara Zetkin und Rosa Luxemburg verklärte Thomas Krüger zu „Feministinnen“, die er als Vorkämpferinnen „für Gleichberechtigung und das Frauenwahlrecht“ hervorhob (JF berichtete). Krüger, der in den Wendejahren 1989/90 gegen die Wiedervereinigung Front machte und eine „demokratische DDR“ behalten wollte, war auch derjenige, der vor 15 Jahren forderte, das „Prinzip des Gender Mainstreaming als zentrale Dimension aller gesellschaftlichen und politischen Bereiche umzusetzen“. Wie erfolgreich er mit diesem Verlangen war, ist täglich für jeden sicht- und hörbar, der den öffentlich-rechtlichen Rundfunk einschaltet.

Der Mann hat mit Penetranz und ohne jeglichen Widerspruch der ihm übergeordneten Bundesinnenminister immer wieder gegen das staatliche Neutralitätsgebot verstoßen. Schon 2002 sorgte er als Jury-Mitglied dafür, daß die linksextremistische Internetseite „Indymedia“ einen auch von der Bundeszentrale ausgelobten Preis für unabhängige Information gewann. Laut „Indymedia“ hat er auch die Laudatio auf das Portal gehalten, auf dem fast alle Bekennerschreiben für linksmotivierte Anschläge veröffentlicht werden.

Mit seinen Aktivitäten erreichte er das Ziel einer politischen Klasse, die die ideologischen Fundamente des freiheitlichen Staates sukzessiv austauschte. Verantwortlich waren seine Vorgesetzten Otto Schily (SPD), Wolfgang Schäuble (CDU), Thomas de Maizière (CDU), Hans-Peter Friedrich (CSU), Horst Seehofer (CSU), Nancy Faeser (SPD) und aktuell Alexander Dobrindt (CSU). Sie alle ließen ihn gewähren – und die Liste macht deutlich, wie lange Krüger schon ungestört schalten und walten kann.

Krüger und seine „demokratische DDR“

Er baute die Bundeszentrale für politische Bildung im Sinne seiner „demokratischen DDR“ so um, daß linke Ideologie zur bundesdeutschen Staatsräson geworden ist und jeder, der dagegen verstößt, getreu dem sozialistischen Antifaschismus zum Nazi und Staatsfeind erklärt werden kann. Daß der antitotalitäre Konsens komplett aufgelöst wurde, daß Linksextremisten als staatliche finanzierte Kombattanten gegen Konservative vorgehen, ist auch die Folge von Krügers Politik, die alle selbsternannten „demokratischen Parteien der Mitte“ beförderten.

Am Wochenende, kurz bevor er an diesem Freitag in den Ruhestand geht, hat er eine letzte wichtige Duftmarke auf dem Weg in die DDR 2.0 gesetzt. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte er: „Tatsächlich sind die Ostdeutschen nämlich äußerst vielfältig – so wie auch die DDR vielfältig war.“ Auf die Menschen trifft das sicherlich zu, nicht aber auf einen Staat, der Abweichler ins Gefängnis steckte und seine Bürger, die von Berlin-Mitte nach Berlin-Tiergarten wollten, abknallte.

Die DDR war mit der Sozialistischen Einheitspartei und deren Blockparteien auf die schlimmste Art und Weise ein Synonym für gefährlich-autoritäre Einfalt. Da nun aber als Staatsziel im vereinigten Deutschland ebenfalls stets die „Vielfalt“ gepriesen wird und in diesem Namen jedes Abweichlertum kriminalisiert wird, hat Krüger noch einmal deutlich gemacht, wohin dieses Land driftet bzw. schon gedriftet ist. Klar wird das auch, wenn er im selben Interview sagt, daß er und seine Führungsmannschaft „in den letzten 25 Jahren sehr vielfältig“ gearbeitet haben.

Die neue Bedeutung von „Demokratie“, „Mitte“ und „Vielfalt“

„Vielfalt“ gilt für gewalttätige Linksextremisten, islamische Einwanderer, Dragqueens und Menschen, die jährlich ihr Geschlecht wechseln können – nicht aber für politische Meinungen. Da ist schon eine Julia Klöckner (CDU) eine gefährliche Gegnerin der staatlichen „Vielfalt“ – weil sie als Bundestagspräsidentin nur einmal im Jahr die Regenbogenfahne auf dem Reichstag hissen läßt.

Wenn jetzt bereits die DDR als „vielfältig“ gilt, dann wissen wir endgültig, wie dieses Wort zu verstehen ist. Nämlich als Ausdruck dessen, was auch „unsere Demokratie“ sagen soll: Die Verkehrung des Wortsinnes. Wie sich die DDR „demokratisch“ nannte und die Berliner Mauer mit Todesstreifen und Schießbefehl als „antifaschistischen Schutzfall“ preiste, so hat auch „das beste Deutschland aller Zeiten“ (Bundespräsident Frank Walter Steinmeiner), in dem wir „gut und gerne leben“ (Ex-Kanzlerin Angela Merkel) entscheidende Begriffe verdreht.

Einer der Vordenker dieser Konterkarierungen, der auch fundamentlistische Islamisten und Evangelikale gleichsetzte, geht nun in den Ruhestand. Thomas Krügers Werk aber bleibt. Und „Demokratie“, „Mitte“ und „Vielfalt“ sind nicht mehr das, was sie vor 25 Jahren waren. Sondern ihr Gegenteil.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert