Reconquista und Remigration – zwei Bücher

Zum Jahresbeginn 2026 empfehlen wir Ihnen als Beiträge zur Bewahrung der ethnokulturellen Identität der Deutschen die Lektüre zweier Bücher von Martin Sellner, welche die Reconquista unseres Landes und das Ende der Massenzuwanderung mit einer notwendigen Remigration in den Mittelpunkt stellen und zur Aktion auffordern.  

Martin Sellner: „Regimechange von rechts – Eine strategische Skizze“. Verlag Antaios, Schnellroda, 2023. 304 Seiten, € 20,00.-.

Martin Sellner (* 1989 in Wien), Gründer und kluger Kopf der Identitären Bewegung in Österreich, wird nicht müde, für den Erhalt der indigenen Deutschen und ihrer Kultur zu kämpfen. Dieser Kampf hat nichts Extremistisches; dass auch die Deutschen wie alle anderen Völker eine Existenzberechtigung haben, wird durch die Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen, die entsprechenden Feststellungen der Europäischen Union sowie das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und die Verfassungen ihrer Länder bestätigt. Bestritten wird dies nur durch eine immer mehr in den Extremismus abgleitenden deutschen Kartellpolitik und ihre ausführenden Organe in Justiz und Behörden, nicht zuletzt dem so genannten „Verfassungsschutz“.

Sellners Anliegen steht also fest auf der Basis von Demokratie und Rechtsstaat. In seinem Buch „Regimechange von rechts“ lässt der Österreicher auch nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen, dass er sich mit allem was er sagt und tut, im Rahmen der Verfassung und der Gesetze bewegt und bewegen will. Er betont dies ausdrücklich und weist auch alle Versuche entschieden zurück, die politischen Verhältnisse mit Gewalt verändern zu wollen. Sein Weg ist der der Friedfertigkeit. Ihm zu unterstellen, er wolle in Deutschland eine Art „Putsch“ organisieren, ist glatte Verleumdung.

Sellners strategische Skizze setzt daher auf Überzeugung und demokratische Mehrheiten. Auf gut 300 Seiten entwickelt er ein durchdachtes, klar gegliedertes Konzept, wie in unserem Land der politische Wandel zum Besseren erreicht werden kann. Er fasst dies in insgesamt 10 Abschnitte. Obwohl er sehr ins Detail geht, bleibt er durch seinen klaren Stil übersichtlich und zielorientiert. Hilfreich ist dabei, dass am Ende jeden Kapitels die wichtigsten Aussagen stichpunktartig zusammengefasst werden.

Kernpunkt der Strategie Sellners ist die Sammlung des „rechten Lagers“ um ein Hauptziel unter Hintanstellung jeglicher Nebensächlichkeiten. Dieses Hauptziel ist die Erhaltung der deutschen Identität, verbunden mit einer neuen Bevölkerungspolitik. Erreicht werden soll dies zunächst durch den Stopp der illegalen Massenzuwanderung sowie die Einleitung der Remigration nicht integrationswilliger und -fähiger kulturfremder Zuwanderer. Diese Remigration soll ebenfalls gewaltlos und friedlich stattfinden, einerseits durch Abbau materieller Anreize für die Einwanderung, andererseits durch ebensolche Anreize zur Rückkehr in die Heimatländer.

Mit seiner Forderung des Stopps der Massenzuwanderung steht Sellner ebenfalls fest auf dem Boden des Grundgesetzes. Alle ernstzunehmenden Rechtsgelehrten Deutschland bestätigen, dass der seit der Grenzöffnung Merkels 2015 laufende Zustrom von Ausländern rechtswidrig ist. Nicht zuletzt deshalb, weil damit das Asylrecht ausgehebelt und als Zuwanderungsvehikel missbraucht wird. Die gegenwärtige Zuwanderungspolitik ist verfassungswidrig und gegen die deutschen Interessen gerichtet.

Sellner definiert das „rechte Lager“ als diejenigen, die sich politisch rechts des heute meinungsgebenden Parteienkartells befinden. Sehr deutlich grenzt sich der Autor von den „alten Rechten“ ab, deren Vorstellungen sich im Raum des Nationalsozialismus bewegen. Denn Sellners Vorstellungen sind weder rassistisch, antisemitisch oder totalitär. Er gibt allerdings auch seiner Überzeugung Ausdruck, dass der Erhalt von Demokratie und Rechtsstaat nur über die Bewahrung der christlich-abendländischen Kultur möglich ist, aus denen sie schließlich hervorgegangen sind. Dies einschließlich des modernen Nationalstaates, der das umgrenzte Gefäß der Kultur ist und gleichzeitig Freiheit und Souveränität der Völker garantiert.

Der Autor ist sich bewusst, dass ein Wechsel in den realen Machtverhältnissen nur über den vor („meta“-)politischen Raum gehen kann, der von der parlamentarischen Ebene zu unterscheiden ist. Nur wer die Meinungsführerschaft im vorpolitischen Raum, d.h., den „non-gouvernemental-Organisations“ (NGOs) erlangt, kann schließlich dauerhaft auch auf die gesetzgeberische Ebene einwirken. Umgekehrt würde die erforderliche Basis in der Bevölkerung fehlen. Daher lehnt Sellner einen reinen „Parlamentspatriotismus“ ab. An erster Stelle muss die breite „Bewegung“ im Volk stehen, die „Partei“ muss ihr verlängerter Arm sein. Sellner beleuchtet in diesem Zusammenhang sehr eingehend Ungarn als ein Beispiel dafür, wie unter der Führung von Viktor Orbán zielgerichtet eine patriotische Volksbewegung aufgebaut wurde, die schließlich eine stabile parlamentarische Mehrheit erringen konnte, welche die nationale Politik nachhaltig veränderte.

Entscheidend für das Gelingen des politischen Umschwunges ist nach Sellner die Veränderung des „Meinungsklimas“, das bisher von den linksliberalen Eliten beherrscht wird. Ziel der politischen Arbeit muss deshalb die Infragestellung und letztlich Beseitigung ihrer „Narrative“ sein, insbesondere hinsichtlich der Zuwanderung, Umvolkung, Multi-Kulti-, usw. An ihre Stelle müssen neue, im Sinne rechter Politik positive „Narrative“ gestellt werden, welche eben die Bewahrung der kulturellen Identität mit einer neuen Bevölkerungspolitik, Stopp der Massenzuwanderung und Remigration, in den Mittelpunkt stellen.

Martin Sellner ist sich im Klaren darüber, dass diese Veränderung des Meinungsklimas nur in beharrlicher, zielorientierter und taktisch kluger Arbeit zu leisten ist, die Jahre, vielleicht Jahrzehnte, dauern kann. Auch täuscht sich Sellner keineswegs darüber hinweg, dass das sich zunehmend totalisierende System dem Untergang seiner „Narrative“ nicht tatenlos zusehen, sondern den gesamten staatlichen Repressionsapparat gegen seine Gegner in Stellung bringen wird. Die Antwort darauf muss laut Sellner die Beharrlichkeit des Widerstandes, Mut und Entschlossenheit sowie die Inkaufnahme von Nachteilen sein. Zum Abfedern dieser Nachteile ist aber auch der Aufbau von Netzwerken zur ideellen und materiellen Hilfe von in Not geratenen Aktivisten erforderlich.

Logischerweise setzt der Autor hinsichtlich des Aktivismus vor allem auf die jüngeren Generationen. Die „Identitäre Bewegung“ in Österreich und Deutschland (aber auch in anderen europäischen Ländern) dürfte ihm dabei vor Augen schweben. Die Jungen müssen vor allem dazu beitragen, die rechte Meinungsführerschaft im intellektuellen Bereich, den Schulen, Universitäten, den Medien und sozialen Einrichtungen zu übernehmen. Ausdrücklich nimmt Sellner hierbei Bezug auf das systematische Wirken der linken „68-er“, denen es gelang, diese Strukturen in beharrlicher Kleinarbeit dauerhaft zu besetzen. Wie Sellner auch insgesamt dazu auffordert, von den Taktiken der Linken zu lernen.

Auf wissenschaftliche Arbeiten gestützt, weist Sellner darauf hin, dass der Umschwung des Meinungsklimas nicht die absolute Mehrheit der Bevölkerung voraussetzt, sondern eine „kritische Masse“, die bei etwa 5% der Gesellschaft liegt. Diese 5% müssten sich allerdings in den gesellschaftlich relevanten Gruppen („Wortführern“) befinden. Dann würde die Mehrheit folgen.

Eingehend betrachtet Sellner die demographische Entwicklung in Deutschland wie in Europa. Haben wir überhaupt noch die Zeit, die „Reconquista“ erfolgreich durchzuführen oder ist es bereits zu spät? Der Autor errechnet ein Modell, wonach die Deutschen noch etwa 20-25 Zeit haben, den demographischen Kipp-Punkt zu verhindern. Bis dahin müsste allerdings mit dem vorpolitischen Raum auch die parlamentarische, d.h. gesetzgeberische Ebene gesichert worden sein. Dies hängt auch entscheidend davon ab, in welchem Maße Zuwanderern künftig über das Wahlrecht Einfluss auf die Gesetzgebung gewährt wird.

Sollte die Strategie der „Reconquista“ durch die irreversible Überschreitung des demographischen Kipp-Punktes scheitern, schlägt Martin Sellner einen „Plan B“ vor, die „Strategie der Sammlung“. Dann müssten sich die Deutschen darauf einstellen, sich als Minderheit im eigenen Land zu behaupten und zu überleben, bis eine neue Reconquista möglich wird. Dazu wäre eine geographische Zusammenziehung ebenso erforderlich, wie eine völlige Umstellung auf eine Art von „Minderheitenpolitik“. Sellner hat diesem Thema ein weiteres Buch gewidmet, das bisher in elektronischer Form erschienen ist.

Dieser kurze Streifzug durch Sellners strategische Skizze zum Erhalt der deutschen Identität konnte nur einige zentrale Punkte des Buches aufgreifen. Es lohnt sich auf jeden Fall, es zu lesen und sich intensiver mit seinen Gedanken zu beschäftigen. Es bietet sich an, dies in kleineren Leserkreisen zu tun. Hinweise und Anregungen dazu gibt Martin Sellner auf seinen Präsenzen im Internet, darunter auf seinem Telegram-Kanal https://t.me/martinsellnerIB.


Sellner, Martin: „Remigration – ein Vorschlag“. Antaios-Verlag, Schnellroda, 2024. 184 Seiten, € 18.-.

2023 hat der Österreicher Martin Sellner (geb. 1989 in Wien), Begründer und intellektueller Kopf der Identitären Bewegung im deutschsprachigen Raum, das Buch „Regimechange von rechts“ vorgelegt. Er entwickelt dort eine strategische Perspektive, wie in Deutschland und Österreich die politischen Voraussetzungen geschaffen werden können, die deutsche ethnokulturelle Identität zu bewahren. Sellner sieht vor allem die Notwendigkeit, die illegale Massenzuwanderung mit ihrer kulturellen Überfremdung und Islamisierung zu stoppen und umzukehren. Dazu müsste, so Sellner, der vor(meta-)politische Raum (Kultur, Medien, Bildung usw.) zurückgewonnen, sowie, darauf gründend, stabile rechte parlamentarische Mehrheiten geschaffen werden. Dies sieht Sellner als eine Aufgabe für die kommenden wenigstens 20 Jahre an. (Wir haben das Buch in unserem Deutschland-Journal 2/2023 besprochen, siehe hier.)

Im Frühjahr 2024 folgte nun Sellners Buch „Remigration – ein Vorschlag“, welches sich mit dem „zweiten Schritt“ nach dem notwendigen Stopp der überfremdenden und die indigene Bevölkerung austauschenden Massenmigration beschäftigt. Wie „Regimechange von rechts“ stellt „Remigration“ ein auf akribischer Tatsachenrecherche basierendes Werk dar, welches über eine klare Gliederung und verständliche Sprache verfügt. Auch in diesem Buch macht Sellner von Anfang an deutlich, dass eine Remigration von Ausländern ausschließlich gewaltfrei, human und auf der Basis der geltenden Gesetze durchgeführt werden dürfe. Dies widerlegt die in der Systempolitik und ihrer Mainstreampresse über Sellner verbreitete Verleumdung, er plane eine „millionenfache Deportation von Deutschen mit Migrationshintergrund“.

Doch weder die Ausweisung von deutschen Staatsbürgern, noch von assimilierten Migranten hat Sellner vor. Zielgruppen einer Remigration sollen im wesentlichen solche Ausländer sein, die sich einer Assimilation hartnäckig verweigern, in Deutschland kriminell werden oder das Wirtschafts- und Sozialsystem unverhältnismäßig belasten.

Den Kapiteln voran stellt der Autor die Mahnung: „Remigration ist der Schlüsselbegriff für das 21. Jahrhundert. Sie wird entweder zur zentralen Agenda der deutschen Politik, oder es wird in Zukunft keine deutsche Politik mehr geben“. Das Menetekel an der Wand ist der demographische „Kipppunkt“, an dem eine Umkehr des Bevölkerungsaustausches nicht mehr möglich sein wird. Sellner sieht diesen „Kipppunkt“ in 20 bis 25 Jahren erreicht. Wann er tatsächlich eintreten wird, hängt gem. dem Österreicher aber auch von der beschleunigten Einbürgerung von Ausländern ab, die dann über das Wahlrecht („ethnische Wahl“) entscheidend zugunsten der Zuwanderer und gegen die indigene Bevölkerung in die deutsche Politik eingreifen könnten.

Das erste Kapitel widmet sich einer sorgfältigen Bestandsaufnahme. Am Beginn steht die Definition des Begriffes „Remigration“, wie wir sie oben bereits andeuteten, gefolgt von der Feststellung, dass die heutige deutsche Bevölkerungspolitik, basierend auf ideologischem Schuldkult, eine Ersetzungsmigration verfolgt, d.h. das Verschwinden der indigenen Deutschen und ihrer Kultur anstrebt. Dem stellt Sellner eine „identitäre Bevölkerungspolitik“ entgegen, die einerseits die Bewahrung der deutschen ethnokulturellen Identität in den Vordergrund stellt, an Migranten andererseits die klare Forderung nach Assimilation richtet. Schließlich mahnt Sellner die Verschärfung des Staatsbürgerschaftsrechtes sowie strikte Quoten für die Zuwanderung an.

Im zweiten Kapitel beschreibt Sellner die Remigration näher. Vor allem nennt er die Personengruppen, um die es geht: Asylanten, Ausländer und nicht assimilierte deutsche Staatsbürger. Für letztere fordert der Autor – freilich in Grenzen – die gesetzliche Möglichkeit des Entzuges der Staatsbürgerschaft, insbesondere für Doppelpassinhaber. Abgelehnte Asylbewerber sollen konsequent abgeschoben werden. Gleiches gilt für Ausländer, die als Arbeitslose die Sozialsysteme belasten und natürlich kriminelle Asylbewerber, Ausländer und Flüchtlinge. Sellner betont, dass Remigration gewaltfrei (wo immer möglich) und freiwillig erfolgen soll. Dazu seien (v.a. finanzielle und wirtschaftliche) Anreize für die Ausreise zu geben und ein Assimilationsdruck aufzubauen, der sich an der deutschen Leitkultur zu orientieren habe. Dieser Druck und Anreize zur Ausreise würden, so der Autor, bereits dazu führen, dass ein beachtlicher Anteil von nicht erwünschten Migranten das Land wieder verlassen würde.

Kapitel drei benennt dann Quoten und Zahlen für die Remigration, wobei Sellner darauf hinweist, dass das heute vorliegende Zahlenmaterial über Migration – politisch gewollt – ausgesprochen unzuverlässig sei. Aus diesem Grunde fordert Sellner den Aufbau eines „Migrationsmonitors“, der erst einmal eine zuverlässige statistische Basis für die Erfassung der Remigranten zu schaffen habe.

Im vierten Kapitel räumt Sellner mit dem Vorurteil auf, Remigration würde schon an juristischen Hürden scheitern. Anhand nationalen und internationalen Rechts verdeutlicht der Österreicher, dass bereits die konsequente Anwendung der geltenden Gesetze und Vorschriften genügen würde, um einen erheblichen Teil der erforderlichen Remigration zeitnah durchführen zu können, insbesondere im Bereich der Asylbewerber, von denen die weit überwiegende Zahl bekanntlich aufgrund der Drittstaatenregelung gar nicht nach Deutschland hätte einreisen dürfen. Sellner schlägt gleichwohl eine Reform des Asylrechtes vor, bei der das subjektive in ein objektives, nicht einklagbares Asylrecht geändert werden soll. Wichtig ist dem Autor auch die Verschärfung des Staatsbürgerschaftsrechtes, gemessen an einer erfolgreichen Assimilation sowie die gesetzlich zu schaffende Möglichkeit, die Staatsbürgerschaft in klar begrenzten Fällen nachträglich wieder entziehen zu können.

Das fünfte Kapitel beschreibt die Umsetzung der von vielen Rechten seit Jahren geforderten „Festung Europa“, d.h. vor allem durch gegen illegale Einwanderung geschützte Außengrenzen der EU. Interessant ist Sellners Forderung nach „Ankerzentren“ und „Musterstädten“, die nach vertraglichen Vereinbarungen mit den entsprechenden Ländern in Nordafrika einzurichten wären. In großzügig ausgestattete Ankerzentren sollen beispielsweise Asylbewerber gebracht werden, die auf die Entscheidung ihres Antrages warten. Diese vorübergehende Lösung wäre dann durch infrastrukturell und wirtschaftlich gut ausgestattete „Musterstädte“ zu ergänzen, in den denen Remigranten auch dauerhaften Aufenthalt und eine wirtschaftliche Existenz finden könnten. Ziel sei stets, die Menschen auf die Rückkehr in ihre ursprüngliche Heimat vorzubereiten. Sellner betont in diesem Zusammenhang, dass es sich dabei keinesfalls um „Zwangseinweisungen“ handeln würde, da jeder Remigrant jederzeit in sein Herkunftsland weiterreisen könne – nur eben nicht zurück nach Europa. „Ankerzentren“ und „Musterstädte“ wären übrigens durch die Europäer einzurichten und zu finanzieren. Sellner betont aber, dass seiner Berechnung nach die Kosten hierfür diejenigen der Folgen der illegalen Massenzuwanderung auf unseren Kontinent weit unterschreiten würden.

Im sechsten und siebten Kapitel widmet sich Sellner den ethischen und politischen Aspekten der Remigration, wobei er wiederum weit verbreitete Irrtümer ausräumt. Er weist nochmals eindringlich darauf hin, dass Remigration gewaltfrei wo immer möglich, human und stets auf Grundlage der bestehenden Gesetze erfolgen solle. Willkür und Unmenschlichkeiten müssten, so der Autor, auf jeden Fall ausgeschlossen werden. Würde den Deutschen durch die Politik die Durchführbarkeit und die (insbesondere wirtschaftlichen) Vorteile der Remigration – auch für die Remigranten selber – vor Augen geführt werden, würden sich für die entsprechenden Maßnahmen zweifellos das notwendige Verständnis und die erforderlichen Mehrheiten ergeben.

Im achten und letzten Kapitel unternimmt Sellner es anhand von einzelnen Migrantengruppen in Deutschland beispielhaft, sein Konzept der Remigration noch einmal zu verdeutlichen: den Türken und den Afghanen. Es folgen dann noch Beispiele historischer Migration, die als gelungen bezeichnet werden können – auf den Fidschiinseln, in Pakistan, in Griechenland und in der Türkei sowie in Südafrika und Algerien, wobei sich laut dem Autor diese Exempel nur sehr eingeschränkt als Vorbilder eignen würden, da sie teilweise Ergebnisse kriegerischer Ereignisse waren.

Zum Schluss folgt noch einmal Martin Sellners eindringlicher Appell, dass es aus seiner Sicht zur Remigration keine Alternative gebe, solle in wenigen Jahrzehnten die deutsche Identität im eigenen Lande nicht nur noch eine Nischenrolle innerhalb einer dann mehrheitlich islamisch geprägten, multikulturellen Gesellschaft spielen.

In den verschiedenen Kapiteln des Buches wiederholt Sellner neben dem Gebot der Humanität und der Rechtsstaatlichkeit auch die Tatsache, dass Remigration in erster Linie nicht wirtschaftliche, sondern ethnokulturelle Ziele hat, nämlich im Zentrum den Erhalt der deutschen Identität. Dass er Migration nicht grundsätzlich ablehnt und auf „Null“ bringen will, betont der Österreicher ebenfalls mehrfach. Vor allem Migranten aus kulturnahen Ländern (Europa und Übersee) seien willkommen, wenn ihre Zuwanderung den eigenen nationalen Interessen entspräche und die Zuwanderer vorbehaltlos zur Assimilation in die deutsche Kultur bereit seien. Gleiches gelte auch für Migranten aus anderen Regionen der Welt, freilich zahlenmäßig in engen Grenzen, sofern diese Willens und in der Lage seien, dieselben Anforderungen zu erfüllen.

Martin Sellner propagiert in seinem Buch also weder die willkürliche „Deportation“ von Migranten, noch lehnt er Einwanderung grundsätzlich ab. Das Credo ist allerdings, dass sich Zuwanderung an den nationalen Interessen zu orientieren hat und keine Gefährdung für den Bestand der deutschen Kultur darstellen darf.

Nach „Regimechange von rechts“ ist „Remigration“ ein Buch, das unbedingt von allen gelesen werden sollte, die sich im Sinne der Reconquista für einen grundsätzlichen Politikwechsel in Deutschland (und Österreich) einsetzen wollen.

Rezensent: Stephan Ehmke

 

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