Schwiegermamas linker Liebling

Wer hätte gedacht, dass die CDU einmal Linksradikale in höchsten Positionen dulden würde? Die Rede ist vom Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther, der von den Grünen schwärmt und Bündnisse mit der Linkspartei eingehen möchte, immerhin die geistigen und materiellen Nachfolger der „DDR“-Mauermörderpartei SED.

Unvorstellbar, als die Union noch eine christliche und konservative Ausrichtung hatte. Günthers Aufstieg ist auch eine direkte Folge der Zerstörungsarbeit der ehemaligen FDJ-Funktionärin Merkel. Sie hat die CDU planmäßig in das sozialistische Parteienkartell geführt.

Salopp kommt er daher, der Daniel. Der Liebling aller Schwiegermütter, meist ohne Krawatte und in Jeans. Bei CDU-Veranstaltungen bringt er schon mal Rocksongs unter ekstatischen Zuckungen zur Aufführung. Sein Image ist linksaußen, seine Politik allerdings vollkommen richtungs-, phantasie- und orientierungslos.

Günther hat das Glück, als einziger Landeschef keine echten Opposition im Landtag zu haben, nur die Einheitssoße des Parteienkartells. Die AfD war bei der letzten Landtagswahl im Jahre 2022 aufgrund innerer Zersetzung an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Allerdings hat sich der Landesverband der AfD mit gutem und jungem Personal neu aufgestellt. Seit der Bundestagswahl 2025 sitzen fünf AfD-Angeordnete aus dem hohen Norden im Berliner Parlament. Man schickt sich an, im kommenden Jahr in den Kieler Landtag zurückzukehren, vielleicht mit einem zweistelligen Ergebnis. Sollte Günther dann noch Ministerpräsident sein, dürfte der Spaß für ihn vorbei sein.

Allerderdings darf man den Eckernförder nicht unterschätzen. Günther ist ein knallharter Machtmensch. In der schwierigen Schleswig-Holsteinischen CDU, die von hartschädeligen Bauern beherrscht wird, hat er sich ehrgeizig und konsequent vom Geschäftsführer zum Landesvorsitzenden nach oben gearbeitet. Dabei hat er vier Vorgänger hinter sich gelassen. Er profitierte auch von seiner Mitgliedschaft in der Seilschaft des mächtigen Kreisvorsitzenden von Rendsburg-Eckernförde, Johann Wadephul, heute Außenminister, und der „grauen Eminenz“ der nördlichsten CDU, Angelika Volquartz, einst Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel und Freundin der Grünen.

Zimperlich ist Günther in der Ausnutzung seiner Stellung als Landesgeschäftsführer nie gewesen. Dass er 2011 eine Rolle beim Sturz des vielversprechenden und jungen Kandidaten für den Posten des Ministerpräsidenten, Christian von Bötticher, gespielt hat, kann als sicher gelten, auch wenn in dieser Affäre noch vieles im Dunkel liegt. Böttichers Nachfolger waren eher schwache und farblose Politiker, die gegen den fortdauernden Glanz des alten Peter Harry Carstensen nie ankommen konnten. Erstaunlich schwach waren jedenfalls die Wahlkämpfe von Jost de Jager und Reimer Böge, die Günther zu organisieren hatte.

Als Machtmensch zeigt sich Günther auch heute, wenn er davon spricht, wie er sich die Beseitigung politischer Gegner vorstellt. Als ein vehementer Anhänger des Verbotes der demokratischen Oppositionspartei AfD, die auch seine Macht gefährden könnte, galt er von Anfang an. Bei seinem jüngsten Auftritt in der Talksendung von Markus Lanz plädierte er offen für Zensur gegen Regierungskritiker und das Verbot missliebiger Medien. Das Nachrichtennetzwerk „Nius“ des Ex-Bild-Mannes Julian Reichelt bezeichnete er als „Feind der Demokratie“. Juristen bewerten diese Äußerungen, die Günther als Ministerpräsident machte, als klar verfassungswidrig. Eine Klage gegen ihn wird nach Medienberichten vorbereitet.

Auch in der Zeit der Corona-Repressionen zeigte sich Günther in vorderster Linie bei der Diffamierung und Bedrohung von Menschen, die ihr Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit wahrgenommen haben. Ungeimpfte wolle er „isolieren“ und von Kontakten abschneiden lassen.

Innerhalb der CDU gilt Günther vielen als kalt und empathielos. Vielleicht ist das der Grund, warum ein Ruf aus Berlin bisher ausgeblieben ist. Seine jetzigen Äußerungen, die ihn als einen Gegner der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung erscheinen lassen, dürften seine Karriere auch nicht befördern.

Karl M. Richter

 

 

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