
Oberst a.D. Manfred Backerra feiert am 16. Januar 2026 in Hamburg seinen 90. Geburtstag. Er führte sechs Jahre lang die SWG und ab 1999 praktisch 20 Jahre lang die Regio Hamburg, veranstaltete 15 der von ihm initiierten Seminartage, ist Autor vieler Vorträge und Beiträge im Deutschland-Journal und in befreundeten Zeitschriften.
Nach Eintritt in den Bundesgrenzschutz 1955 wurde er Leutnant des Heeres, ging Ende 1956 zur Luftwaffe, wurde Fluglehrer, dann Transportflugzeugführer der Typen Noratlas und Transall und blieb als solcher aktiv bis zur Pensionierung. Nach der Generalstabsausbildung sowie Einsatz im Militärischen Nachrichtenwesen der Luftwaffe, auch im Führungsstab Luftwaffe, dann als Stellvertretender Kommodore eines Lufttransportgeschwaders, wurde er Chefdozent des Militärischen Nachrichtenwesens an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und zum Oberst i.G. befördert. Danach war er Stellvertreter des Kommandeurs und Chef des Stabes des Lufttransportkommandos der Bundeswehr in Münster, schließlich Kommandeur der Abteilung höchster Lehrgänge an der Führungsakademie der Bundewehr, dabei kurzzeitig Abteilungsleiter im Bundeswehrkommando Ost.
Der Flugzeugführer-Ausbildung in Texas waren noch viele Auslandsaufenthalte gefolgt. Er hatte die ihm als Dozent gewachsenen Zweifel an der „Überlegenheit des Warschauer Paktes“ mit dem Hinweis auf die negativen Folgen dieser Behauptung, bis zum Verteidigungsminister Manfred Wörner (dem er bei einer Besprechung vorgestellt worden war) am Dienstweg vorbei auch schriftlich geäußert, und hatte eine politische Gründe nennende Antwort mit persönlicher Unterschrift erhalten. Selbstdenken war zu dieser Zeit noch nicht karriereschädlich.
Als Pensionär war er Geschäftsführer einer Berufsschule, dann Unternehmensberater in Qualitätsmanagement und Luftfahrt, auch in Russland, Georgien und Algerien.
Mit diesen Erfahrungen, seinen Sprachkenntnissen wie seinem Geschichts- und politischen Wissen war er als Vortrags oder Seminar-Veranstalter stets auch Beitragender. Die Zielrichtung seines Wirkens war, mögliche Auswege aus deutschen und europäischen Malaisen anzuregen und dabei mit den verfügbaren (und nicht den oft geforderten wünschbaren) politischen Mitteln zu arbeiten und aus den gegebenen Fakten das Beste zu machen, also z. B. alle diejenigen ganz anzunehmen, die als Neudeutsche oder Gäste sich wie gute Altdeutsche einbringen.
Sein Ceterum censeo ist: Wenn volle Rechtsstaatlichkeit ohne Gewalt wieder wahr werden soll, brauchen wir Volksentscheide – „Abstimmungen“ gemäß GG 20, 2 – und Staatsanwälte, die nicht wie derzeit politischer Weisung unterliegen, sondern rechtsstaatsmäßig richterlich unabhängig sind.
Auch nach seinem Rücktritt vom Vorsitz der SWG im Jahre 2020 steht Manfred Backerra der SWG mit Rat und Beiträgen zur Seite. Vorstand, Mitglieder und Freunde kennen ihn als einen Mann exzellenten Wissens in politischen, historischen und militärischen Dingen, sprachgewandt, mit scharfem und fundiertem Urteil, bei jeder Gelegenheit gut vorbereitet, mit Disziplin und Ordnungssinn ausgestattet, stets stilvoll elegant in der Erscheinung, und bei alledem jederzeit herzlich und verbindlich.
Die SWG wünscht Manfred Backerra zu seinem runden Geburtstag alles Gute, bleibende Gesundheit und viele weitere zufriedene Jahre an der Seite seiner Frau.
Stephan Ehmke Bernd Kallina Vorsitzender Stellvertretender Vorsitzender

