Erst kürzlich hat der Vatikan die Entfernung eines AfD-Politikers aus dem Vorstand einer Kirchengemeinde bestätigt und damit dem Kurs der Deutschen Bischofkonferenz beigepflichtet, Menschen aus politischen Gründen auszugrenzen. Man hat sich damit dem Vorgehen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegen die größte Oppositionspartei vollkommen angeschlossen.
Die Politik der AfD, heißt es bei Funktionären beider Konfessionen, sei mit dem Christentum nicht vereinbar*. Als Begründung hält eine angebliche Menschenfeindlichkeit der konservativen Partei her, die man aus deren Haltung zu Flüchtlingen abzuleiten für nötig hält.
Die Positionen der Kirchen in dieser Sache sind deckungsgleich mit denen des Kartells der Altparteien, die sich einer lästigen Oppositionspartei entledigen möchten, welche ihr Machtmonopol bedroht sowie mit denen des so genannten „Verfassungsschutzes“, der die diesbezüglichen Anweisungen der Altparteien ausführt.
Untersucht man diese „Argumente“ genauer, so stellt sich schnell heraus, dass es sich dabei um propagandistische Unwahrheiten handelt. Die Position der AfD in der Migrations- und Asylfrage befindet sich eins zu eins auf dem Boden der deutschen Gesetze und der Verfassung. Ein Boden, den die Kartellparteien und die von ihnen gestellten Regierungen in Land und Bund seit 2015 verlassen haben.
Es ist bezeichnend, dass die Kirchen, von denen man anzunehmen Grund hat, sie seien der Wahrheit besonders verpflichtet, diese politische Propaganda völlig unkritisch nachbeten.
Wobei es im Falle der seit Jahrzehnten dem Marxismus und rot-grüner Ideologie huldigenden EKD wenig verwundert, anders als bei der katholischen Kirche, deren Linkstendenzen sich bisher jedenfalls eher in Grenzen gehalten hatten. Aber damit ist es wohl nun auch vorbei.
Festzuhalten ist, dass in den besagten Kirchen jetzt Jagd auf politisch Andersdenkende gemacht wird. Dies weckt ungute Erinnerungen an vergangene Zeiten, in denen sich Kleriker beider Konfessionen in den Dienst diktatorischer Machthaber zu stellen bemüßigt fühlten. Auch damals wurden Menschen wegen ihrer kritischen Anschauungen verfolgt.
Gelernt hat man in den Amtskirchen daraus wohl wenig. Offenbar bedarf es erst weiterer Schulderklärungen, um zu besseren Einsichten zu gelangen.
Denn Politisierung hat den Kirchen noch nie gut getan. Offensichtlich sehen das die Gläubigen auch so, denn sie verlassen die Gemeinden jedes Jahr in Scharen. Die Oberen in Talaren und Messgewändern scheint dies allerdings wenig zu kümmern. Ansonsten würden sie sich wahrscheinlich mehr auf ihre originären Aufgaben in Verkündigung und Seelsorge konzentrieren, als linker Parteipolitik hinterherzulaufen.
Möglicherweise muss man in Deutschland zu einer schärferen Trennung von Staat und Kirche kommen, um letztere wieder zu entpolitisieren und -ideologisieren. Nachzudenken wäre in diesem Zusammenhang über die Aberkennung ihres Status als öffentlich-rechtliche Körperschaften durch eine Grundgesetzänderung und Kündigung der entsprechenden Verträge. Dazu würde auch das Ende der Finanzierung aus Steuermitteln gehören.
Vielleicht würde diese dann neu gewonnene Unabhängigkeit den Kirchen Gelegenheit zu einer Besinnung auf ihre oben erwähnten eigentlichen religiösen Aufgaben geben, einschließlich der Bemühungen um die Rückgewinnung ihrer verloren gegangenen Schäfchen.
KMR
*) Wir wollen nicht leugnen, dass es in den Amtskirchen Geistliche und Gläubige gibt, die sich dem Kurs der Ausgrenzung von Menschen wegen ihrer politischen Meinung widersetzen, doch unterliegen sie teils strenger innerkirchlicher Verfolgung, siehe das Beispiel des Bremer Pastors Olaf Latzel.

