Der Philosoph Jürgen Habermas, einer der akademischen Hauptstichwortgeber der „Achtundsechzigerbewegung“ und Theoretiker der „Frankfurter Schule“, ist tot. Er starb mit 96 Jahren in Starnberg.
Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen, dennoch können wir nicht darüber hinweggehen, dass Habermas einer derjenigen war, der die Umwertung aller Werte, die Zersetzung von Religion, Tradition, Volk, Ehe, Familie und Nation massiv vorangetrieben hat.
Er tat dies im Verein mit anderen Kulturzersetzern, deren Namen den heutigen Zeitgenossen freilich noch kaum etwas sagen: Jean-Paul Sartre, Herbert Marcuse, Theodor Adorno, Max Horkheimer. Sie alle waren Marxisten, die einer totalitären und menschenfeindlichen Ideologie das Wort redeten.
Ihre Gerede von der „Befreiung“ bedeutete nichts anderes als die Forderung nach einer neuen Versklavung des Menschen durch dessen Abtrennung von jeglicher göttlichen und natürlichen Ordnung und Tradition. Das heutige „Gender Mainstreaming“ mit seiner „LGBTQ+“-Ideologie ist die aktuelle Ausprägungsform des Neomarxismus, den Habermas und Genossen seinerzeit verkündet haben. Diese Ideologie beherrscht heute im Wesentlichen die Regierungspolitik in der Bundesrepublik Deutschland.
Zwar blieb auch Habermas von einer gewissen „Altersweisheit“ nicht verschont, was sich in der ein oder anderen konservativen Äußerung Ausdruck verlieh. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, das Habermas einer derjenigen war, der die Bundesrepublik politisch in die linke Ecke dirigiert hat. Habermas Hinterlassenschaft hat zu dem Scherbenhaufen beigetragen, vor dem wir jetzt stehen und der aufgeräumt werden muss.
Lesen Sie im Folgenden den kritischen Nachruf auf Habermas von dem Bundestagsabgeordneten Georg Schroeter. Wir schließen uns seiner Forderung nach einer konservativen geistigen Wende nach dem Tode des „letzten 68-ers“ an.
Georg Schroeter, MdB
Tod des Philosophen markiert das Ende des Verfassungspatriotismus. Warum Paragrafen allein keine Heimat ersetzen. Georg Schroeter fordert Rückkehr zur realen Identität.
Abschied von einem prägenden Dogmatiker der Bundesrepublik
Am vergangenen Wochenende verstarb mit Jürgen Habermas einer der einflussreichsten Vordenker der Bundesrepublik. Sein Tod im Alter von 96 Jahren markiert weit mehr als nur das Ende eines langen Gelehrtenlebens; er steht symbolisch für das Ende einer Ära, die Deutschland intellektuell in eine Sackgasse geführt hat. Über Jahrzehnte hinweg war Habermas der Architekt jenes geistigen Klimas, das heute viele Bürger als entfremdet und bevormundend empfinden.
Sein zentrales Konzept, der sogenannte Verfassungspatriotismus, zielte darauf ab, die gewachsene deutsche Identität durch eine rein rationale Bindung an Gesetzestexte zu ersetzen. Man wollte die Nation wegkonstruieren und durch abstrakte Prinzipien ersetzen. Heute, im Jahr 2026, sehen wir die Trümmer dieses Versuchs: Eine Gesellschaft, die ihre Mitte verloren hat, und ein Land, das seine eigenen Interessen nicht mehr zu definieren wagt.
Die Statik der Nation braucht mehr als nur Papier
Als Ingenieur betrachte ich gesellschaftliche Entwürfe oft durch die Brille der Stabilität. Ein Gebäude hält nicht, weil die Bauanleitung schön geschrieben ist, sondern weil das Fundament tragfähig ist. Habermas’ Fehler war es, zu glauben, man könne ein Volk allein durch das Grundgesetz zusammenhalten. Er hat die emotionale und kulturelle Statik einer gewachsenen Gemeinschaft völlig unterschätzt.
„Man kann ein Volk nicht auf Paragrafen aufbauen. Wer die Heimat durch ein juristisches Handbuch ersetzen will, macht die Menschen seelisch heimatlos“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Georg Schroeter. „Der Verfassungspatriotismus von Habermas war das Narkosemittel, mit dem man den Deutschen ihren gesunden Nationalstolz abgewöhnt hat. Das Ergebnis ist die Orientierungslosigkeit, die wir heute in der Energie, Migrations und Wirtschaftspolitik erleben.“
Vom Elfenbeinturm zum Brüsseler Zentralismus: Ein Erbe der Entfremdung
Dieser Rückzug auf rein rechtliche Normen war zugleich der Wegbereiter für eine fortschreitende Entkernung unserer nationalen Souveränität. Wer die Nation nur noch als funktionales Gebilde begreift, ebnet den Weg für einen Brüsseler Zentralismus, der zunehmend über die Köpfe der Menschen hinweg entscheidet. Parallel dazu hat das Dogma des Multikulturalismus – als logische Konsequenz aus der Leugnung einer gewachsenen Identität – ein gefährliches Vakuum geschaffen.
Wo keine gemeinsame kulturelle Basis mehr besteht, verliert der Staat die Kraft zur Integration und letztlich die Fähigkeit, für die Sicherheit seiner Bürger zu garantieren. Das Projekt der sogenannten Post Nationalität hat eine gesellschaftliche Fragmentierung hinterlassen, deren Preis wir heute täglich zahlen müssen.
Der herrschaftsfreie Diskurs als Herrschaftsinstrument
Besonders tragisch ist die Entwicklung dessen, was Habermas den herrschaftsfreien Diskurs nannte. In der Theorie sollte das bessere Argument zählen. In der Praxis seiner Schüler erleben wir heute jedoch das genaue Gegenteil: Brandmauern, Kontaktschuld und die moralische Abwertung jeder abweichenden Meinung. Die von Habermas geprägte Intellektuellenschicht hat einen Diskursraum geschaffen, in dem sich die arbeitende Bevölkerung – jene, die das Land am Laufen halten – nicht mehr repräsentiert fühlt.
Georg Schroeter findet hier deutliche Worte: „Die Realität hat die Theorie längst überholt. Während man in den Elfenbeintürmen der Frankfurter Schule über kommunikatives Handeln schwadronierte, wurde draußen im Land die industrielle Basis zerstört und die Sicherheit an den Grenzen aufgegeben. Habermas’ Ideen sind nicht gescheitert, weil sie zu anspruchsvoll waren, sondern weil sie an der menschlichen Natur und der Realität vorbeigingen.“
Zeit für eine geistige Wende!
Der Tod von Jürgen Habermas sollte der Anlass sein, die ideologischen Fesseln der Nachkriegszeit endgültig abzulegen. Wir brauchen keine Post Nationalität, sondern einen souveränen Nationalstaat, der seine Bürger schützt und seine Werte selbstbewusst vertritt. Freiheit braucht eine Adresse – und diese Adresse ist Deutschland.
„Wir müssen den Verfassungspatriotismus durch einen echten, gelebten Patriotismus ersetzen, der unsere Geschichte, unsere Kultur und unsere Leistungen bejaht“, so Schroeter weiter. „Nur wer weiß, wer er ist, kann auch in einer globalisierten Welt bestehen. Die Zeit der abstrakten Experimente ist vorbei. Wir brauchen eine Rückkehr zur Vernunft und zur Liebe zur eigenen Heimat.“
Fazit
Mit Jürgen Habermas geht ein großer Theoretiker, dessen Konzepte Deutschland massiv geprägt, aber letztlich geschwächt haben. Für uns als AfD ist klar: Eine Verfassung ist das Regelwerk unseres Zusammenlebens, aber sie ist nicht der Grund, warum wir eine Schicksalsgemeinschaft sind. Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass Deutschland wieder mehr ist als nur ein Verwaltungsbezirk abstrakter Normen.


Ein typischer Vertreter der Frankfurter Schule. Über Tote nur Gutes, gut, dass er endlich tot ist.