„Daß Orbán weg ist, ist die Hauptsache“

Das war wohl der Hauptantrieb dafür, dass die Ungarn ihm und seiner Partei am vergangenen Sonntag eine verheerende Wahlniederlage beschert haben. Jörg Seidel bescheinigt dem ungarischen Politiker, der das Land 16 Jahre regierte, in einem Kommentar für „Sezession im Netz“ nicht nur, die verheerende Korruption im Land bedient, sondern auch einen gewissen Personenkult geduldet zu haben. Man war seiner wohl überdrüssig. 

Daß Orbán weg ist, ist die Hauptsache

von Jörg Seidel

„Rendszert váltottunk!“, riefen die jungen Leute beim gestrigen Autocorso durch die Budapester Innenstadt – „Wir haben das System gestürzt!“ (wörtlich: gewechselt).

Damit stellten sie sich in die große Geschichte, die der Satz zitiert: den Fall der Mauer. Er enthält in seiner Hybris einen Großteil der Probleme, die zum Sturz Orbáns geführt haben, aber auch jener Probleme, vor denen Ungarn nun steht.

Die Geschichte ist offen, Prognosen sind wohlfeil, aber so viel kann man wohl sagen: Wenn die Partei Tisza mit ihrem Führer Péter Magyar nicht liefert, dann droht Ungarn ein politisches Vakuum, das im schlimmsten Fall zum Kollaps führen kann. (So gesehen muß man Tisza Glück wünschen und ein gewisses Vertrauen aussprechen.) …

Hier weiterlesen auf der Seite von Sezession im Netz.

 

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