SPD am Ende der Fahnenstange

Dieser Beitrag erschien in der Zeitschrift „Zur Zeit“ Nr. 18/2026.

Die Wähler laufen davon: Der Niedergang einer einst stolzen deutschen Partei

von Bernd Kallina

Er legt großen Wert auf seine Herkunft als „Berlin-Neuköllner Arbeiterjunge“, auch „preußischer Sozialdemokrat“ wäre eine gute Beschreibung. Längst hat er die ehemalige Arbeiterpartei SPD verlassen, in die er 1962 eintrat und erinnert sich: „Damals war sie eine intakte und volksnahe Partei“. Wer heute mit ihm über seine parteipolitische Biographie spricht, kann seine nostalgische Rührung kaum übersehen: Die Rede ist von Ministerialrat a. D. Peter Streichan, ehemals Generalsekretär des „Seeheimer Kreises“, einem Zusammenschluss von zumeist konservativen bzw. „rechten“ SPD-Bundestagsabgeordneten. Nicht ohne Bitterkeit betont er im ZZ-Gespräch: „Nicht ich habe die SPD verlassen, die SPD hat mich verlassen!“ …

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