Mutmaßlicher Terrorangriff auf Schülerwohnheim: Wie reagiert der Kreml?

Vor wenigen Tagen fand ein mutmaßlich von der Ukraine verübter Terroranschlag auf ein Schülerwohnheim im russischen Lugansk statt. Mindestens 20 Jugendliche sollen getötet worden sein, mehr als 100 verletzt.

In den vergangenen Nächten haben russischen Streitkräfte bereits mit Raketen- und Drohnenschlägen gegen Ziele in und um Kiew reagiert, wobei auch die berüchtigte „Oreschnik“-Rakete eingesetzt worden sein soll. Bei diesen Angriffen sind wohl ausschließlich militärische Objekte getroffen worden.

In Russland werden die Stimmen nach massiverer Vergeltung immer lauter. Bisher hat die Regierung Putin stets sehr zurückhaltend auf ukrainische Angriffe gegen russisches Territorium reagiert. Dies galt bereits früher bereits für die Attacken gegen die Krim-Brücke von Kertsch wie jetzt auch für die Angriffe auf  Öl-Anlagen weit im Hinterland.

Angesichts der zivilen Opfer von Lugansk werden jetzt allerdings harte Maßnahmen gefordert. Falken im Hintergrund hat es in der russischen Politik immer gegeben. Bereits zu Beginn des Ukraine-Krieges wurde der Abzug russischer Truppen, die die Hauptstadt Kiew eingeschlossen hatten, scharf kritisiert. Damals forderten einige russische Politiker sogar die Vernichtung Kiews.

Es scheint, dass es Präsident Putin persönlich ist, der in der Vergangenheit solche Stimmen zum Schweigen gebracht hat. Bisher schien seine Autorität dazu ausgereicht zu haben. Ein US-amerikanischer Beobachter gab kürzlich zu bedenken, dass auch Putin nicht unsterblich sei und die Frage aufwarf, was nach ihm kommen würde. Wäre dann die russische Staatsführung auch noch so zurückhaltend mit ihrer Kriegführung?

Wir werden sehen, wie Wladimir Putin nach dem Mord an den Kindern auf die Vergeltungsforderungen reagieren wird. Unter erheblichem Druck steht er zweifellos.

KMR

 

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