Hexenjagd auf Trump

Willy Wimmer. Tag des Mauerbaus 1961, 13. August 2022

Es bleibt nicht mehr viel Spielraum vor ernsthaftesten Auseinandersetzungen in den USA. Das Vorgehen gegen Präsident Trump rechtfertigt nicht nur Aussagen über eine tatsächliche oder vermeintliche Hexenjagd. Das macht jetzt die Veröffentlichung des Durchsuchungsbefehls gegen Präsident Trump, zunächst in seinem Florida-Anwesen, deutlich. Es mag durchaus sein, dass im Hause Trump als „geheim“ oder „streng geheim“ klassifizierte Schriftstücke durch das FBI entwendet werden konnten. In allen Staaten des westlichen Lagers gelten für klassifizierte Dokumente sinngleiche Vorschriften, wie jeder weiß, der damit in seinem Leben einmal zu tun gehabt hat. Ein Klassifizierungsvermerk kann jederzeit aufgehoben werden. Entweder durch die befugte Stelle, die die Klassifizierung veranlasst hat oder durch höherrangige Befugte. Der US-Präsident hat dabei völlige Freiheit, zumal in der Praxis ein entsprechender Vermerk vielfach nur darüber befindet, wer in der staatlichen Rangordnung die darin enthaltenen Informationen an die Presse durchstechen kann. Wenn derzeit „Demokratie“ gegen „Autoritarismus“ stehen sollte, dann ist die Demokratie in den USA mit der Kannibalisierung beschäftigt.

Augenfällig ist der Umstand, dass die Ex-Kanzlerin, Frau Dr. Merkel, nach ihrem Museumsbesuch bei Ex-Präsident Obama und ihrem Theater-Auftritt in Berlin wieder in der Versenkung verschwunden ist. Schröder hinterlässt mit seinen Besuchen bei Präsident Putin Wirkung und steht. Dabei spielt keine Rolle, dass Auftrags-Diffameure gegen ihn genau deshalb pöbeln. Gerhard Schröder legt für sein Land Ehre ein, denn er bemüht sich um ein Ende der Kampfhandlungen. In wenigen Wochen wird für diejenigen, die die „Bonner Republik“ noch erlebt haben, ein vertrautes Bild in der Sache wiederkommen: Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine. Oskar wird bei Albrecht Müller einen fulminanten Aufschlag im September bei den „Pleisweiler Gesprächen“ hinlegen, das ist gewiss. Im Hintergrund wird SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Ralf Mützenich vor lauter „Sachzwängen“ rote Backen kriegen. Oskar Lafontaine wird in einer Zeit, in der den Deutschen die Sprache und die Wahrnehmung ihrer Interessen genommen wird, über die gebotene „Trennung Deutschlands von den USA“ öffentlich sprechen. Nach dieser Rede wird Deutschland anders ticken. Am 17. September 2022 wird der „deutsche Gralshüter für die Politik von Kanzler Willy Brandt“, Albrecht Müller dem ehemaligen SPD-Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine das Forum für die „Befreiung von der USA“ bieten.

 

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